Reproduktive Gerechtigkeit selbstbestimmt erkämpfen 

Demo gegen den rechten „Marsch für das Leben"

 

Am 19.09. stellen wir uns erneut dem „Marsch für das Leben“ entgegen. Dieser Marsch wird organisiert und finanziert von Abtreibungsgegner*innen, christlichen Fundamentalist*innen und rechten Akteur*innen, Parteien und Netzwerken. Diese Gruppen eint ihr Antifeminismus und dass sie FLINTA* die Autonomie über ihre eigenen Körper absprechen. 


Wir vom Pro-Choice-Bündnis Köln wollen dem klar widersprechen. Daher rufen wir dazu auf, am 19.09.2026 auf die Straße zu gehen und gegen den Marsch zu demonstrieren.


Wir sind ein Zusammenschluss verschiedener feministischer, queerer und antifaschistischer Gruppen und engagierter Einzelpersonen. Unser Feminismus ist explizit queer und antiessentialistisch – wir lehnen das binäre Geschlechtersystem ab und kämpfen für alle, die von reproduktiver Ungerechtigkeit und dem Patriarchat betroffen sind. 


Unser gemeinsames Ziel ist es, eine starke und sichtbare Gegenbewegung zu bilden, die gemeinschaftlich und solidarisch für reproduktive Gerechtigkeit und Selbstbestimmung einsteht und zeigt: Rechte und fundamentalistische Hetze bleibt nicht unwidersprochen!


Wir möchten nicht nur auf die Gefahren hinweisen, die von den Forderungen der Abtreibungsgegner*innen ausgehen. Sondern auch ein starkes Zeichen für eine pluralistische, solidarische und feministische Gesellschaft setzen. Gemeinsam wollen wir eine breite und solidarische Front schaffen, die laut und sichtbar für feministische Werte und soziale Gerechtigkeit steht. 


Deshalb fordern wir: 

    

-      Weg mit §218 – für einen legalen, sicheren und kostenlosen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen

-      Anerkennung von Familienmodellen außerhalb heterosexueller Zweierbeziehungen

-      Echte Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen – Ableismus  bekämpfen

-      Kampf dem Fundamentalismus – für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung

-      Das Recht, Kinder frei von institutioneller, struktureller und personeller Gewalt großzuziehen

-      Kampf der Kinderarmut – staatliche Grundsicherung jetzt!

-      Das Recht, über Personenstand, Name, Geschlechtsidentität und körperliche Transition frei zu bestimmen

-      Echte reproduktive Gerechtigkeit – gegen rassistische und ableistische Geburtenkontrolle

-      Unabhängige Beratungsstellen und soziale Arbeit erhalten – gegen die Kürzungen im Sozialen Bereich

-      Solidarität mit Pro Familia gegen die aktuellen Angriffe durch die AfD

-       Schwangerschaftsabbrüche in die medizinische Grundversorgung und in Lehrpläne in Medizin-Studiengängen aufnehmen

-      Kürzungen im Gesundheitsbereich stoppen – für  eine auskömmliche Finanzierung von Gynäkologischen Praxen, Geburtsstationen und Hebammen

-      Patriarchat und Kapitalismus abschaffen!

 

Kommt am 19.09.2026 zur Gegendemo und kämpft mit uns für reproduktive Gerechtigkeit für alle!